Der Yellowstone NP

Der Yellowstone NP ist der älteste Nationalpark weltweit. Er wurde am 1. März 1872 gegründet. Der Name des Parks wurde vom Yellowstone River entnommen, dem größten Fluß im Park. 1978 erklärte die UNESCO den Yellowstone NP zum Weltkulturerbe.

Außer einem kleinen Randbezirk der in Montana liegt, befindet sich der Park in Wyoming. Er hat eine Fläche von 8.987 km 2. 

Die Besonderheiten des Parks sind neben den Geysiren, Pools und Schlammlöchern auch die Tiere. Bison, Bären,Schakale Kojoten, Dickhornschafe, Gabelböcke, Schneeziegen verschiedene Hirscharten und wieder Wölfe. Die Wölfe wurden in den 1930 Jahren vollständig ausgerottet. 1995 wurden erfolgreich 14 kanadische Wölfe wieder ausgesetzt.

Den Park erreicht man über einen der 5 Eingänge. Im Westen über West Yellowstone, im Süden von Jackson über den Grand Teton NP, im Nord Osten über Cooke City, im Norden über Gardiner und im Osten über Cody.

Wer wie wir in der Hauptsaison den Park besucht muß sich auf einige Unannehmlichkeiten gefaßt machen. Der NP ist schlichtweg völlig überlaufen. Die Campgrounds innerhalb des Parks und außerhalb sind bereits über Monate im Voraus ausgebucht. Wer Glück hat erwischt vielleicht früh morgens noch einen Platz, was aber eher unwahrscheinlich ist. Auch die einfachen Plätze können mittlerweile vorab gebucht werden. Es gilt nicht mehr die Regel: first come, first serve.

Strategisch günstig liegt der Norris Campground und der teure Canyon Village. Von allen anderen Campgrounds ist man bei mehreren Tagen im Park gezwungen Strecken doppelt zu fahren. Wer wie wir 2 mal außerhalb übernachten muß, hat lange Wege zurück zu legen. Bei der tollen Landschaft aber nicht unbedingt ein Nachteil. Die Straßenführung ist wie eine "8" angelegt.

Ein größeres Ärgernis sind da schon eher die nicht annähernd ausreichenden Parkmöglichkeiten an den View Points und Geysirfeldern. Lange Autoschlangen, stop and go, für Wohnmobile keine Parkmöglichkeit am Straßenrand. Es sei denn, man nimmt in Kauf das das Auto beschädigt wird.

 

Von der "191" kommend erreichen wir den Yellowstone über den Ort West Yellowstone. Wir sind noch in Montana. Unterwegs immer wieder Landschaften, die zum Anhalten auffordern. 

Wir passieren ein Gewässer, in dem abgestorbene Bäume stehen. Durch ein früheres Erdbeben ist ein Ort versunken, einzig die Baumreste ragen aus dem Wasser heraus.

Die erste Autoschlange sehen wir bei der Einfahrt in den Park. Es ist Samstag, da haben wir ein schlechtes Timing erwischt. Mit unserem Discovery Pass stellen wir uns in die Express Lane, das geht etwas schneller. Vom Ranger erhalten wir ausreichendes Material über den Park. Detail Informationen können wir uns später bei den verschiedenen Visitor Center holen.

Eine Info Tafel am Gate zeigt an, das alle Camps im Park, außer dem Pebble Creek im Osten " full " sind. Wir wollen unser Glück dort versuchen und fahren direkt in Richtung Lamar Valley. Nur kommen wir nicht zügig voran. Ein freiwilliger Stopp hier, ein Stopp dort, mal ist die phantastische Landschaft, mal der oder die Büffel Schuld daran, das wir nicht vorwärts kommen. Die Autoschlange hat sich längst aufgelöst, dennoch kommen wir nur langsam weiter.

Als wir endlich den Pebble Creek erreichen ist er natürlich "full ". Übernachtet wird in Cooke City auf dem Soda Butte Camp.

Das Lamar Valley ist bekannt für seinen Tierreichtum. Hier wurden die ersten Wölfe wieder ausgesetzt. Wölfe sehen wir zwar nicht, aber dafür immer wieder größere und kleinere Büffelherden. Die dunklen Punkte, die aus der Ferne zuerst wie Felsen aussehen heben sich vom hellgelben Gras des Tales ab. In der Ferne sind Berge zu sehen. 

Hinter jeder Kurve müssen wir mit Tieren rechnen, die gemütlich über die Straße gehen.

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Den Sonntag verbringen wir vorsichtshalber nicht im NP. Wir gehen in die Stadt und schauen uns dort ein wenig um und faulenzen.

 

Der Yellowstone NP liegt auf über 2000 Meter. Tagsüber ist es angenehm warm, aber gegen Abend wird es empfindlich kalt.

Seit langer Zeit kamen die langen Hosen wieder zum Einsatz.

Morgentemperatur 3 ° . Heizung an und im Warmen gefrühstückt.

Im Laufe des Tages ziehen wir uns wieder um. Es ist warm.

Wir versuchen zeitig unser Glück im Mammoth Camp, am nördlichen Eingang und haben Glück. Der Senior Rabatt gilt allerdings auch hier nur für amerikanische Bürger mit dem entsprechenden Senior Pass. 

 

In Mammoth Hot Springs werden wir aufgehalten. Bei der Einfahrt wunderten wir uns über die zahlreichen Menschen, die auf der Wiese stehend auf irgend etwas zu warten schienen. Sonnenfinsternis , wie wir erfuhren. Zwar keine totale wie in Portland, aber fast. Der Himmel wird für kurze Zeit dunkler, dann ist der Moment aber auch schon vorbei.

Nicht weit vom Ort entfernt liegen die Mammoth Hot Springs Terraces.

Sie teilen sich auf in Lower, Upper und Main Terrasse. 

 

Inbegriff des Yellowstones NP ist ohne Zweifel der Old Faithful. Die Zeiten der zu erwartenden Eruption sind auf einer Tafel im Visitor Center abzulesen. Alle 40 - 126 Minuten schießt die Fontaine mit lautem Zischen meterhoch in den Himmel. Außer dem Old Faithful gibt es weitere ebenso imposante Wasser und Dampf speiende Geysire bei dessen Ausbruch der Besucher besser in Sicherheit bringt. Nichts ahnend wurden wir am Fun Geysir überrascht und völlig nass. 

Wir gehen stundenlang zwischen brodelnden, bunten Wasserlöchern vorbei. Es stinkt zum Himmel. Überall zischt es und steigt Rauch aus der Erde. 

Entlang der Straße befinden sich weitere Geysir Felder das Lower,-Upper-und das Black Sand Geysir Feld. Beim Wandern durch diese einmalige Landschaft leuchten die Poole in allen Farben.

 

 

Um zu verdeutlichen mit wieviel Druck das Wasser bei einer Eruption herausschießt zeigen die Bilder den Fun Geysir vor und während des Ausbruchs. Die Dauer betrug einige Minuten.

unscheinbar vor der Eruption

während der Eruption.

Wer sich nicht in Sicherheit bringt

wird naß und die anderen haben FUN. Deshalb Fun Geysir 


Fährt man die untere 8 gegen den Uhrzeiger hoch passiert man den riesigen Yellowstone Lake. Fischen, Boot fahren oder einfach nur am Ufer sitzen und relaxen. Jeder so wie er es möchte.

Weiter nach Norden bieten sich am Yellowstone Canyon 2 Wanderungen an. Sowohl auf dem South Rim als auch auf dem North Rim geht man am Rande des Canyon entlang. Am Ende der Wanderungen, entweder am Inspiration Point oder Artist Point muß man allerdings den gleichen Weg wieder zurückgehen. 

 

 

Fünf Tage verbrachten wir im Yellowstone NP. Beim Verlassen des Parks ziehen dunkle Wolken auf und es fängt an zu regnen. Der erste Regen seit Monaten.

Wir passieren den Südausgang und befinden uns im Anschluß direkt im Teton NP, den wir aber zügig durchfahren. 

In Jackson am südlichen Gate ist der Bär los. Dachten wir schon das es in Yellowstone West überlaufen ist, ist es hier um einiges schlimmer. Für uns heißt es deshalb schnell weiter.