Auf dem Richardson Highway nach Valdez

Der Richardson Highway bis Valdez ist bislang für uns eine der schönsten, weil abwechslungsreiche Strecke. Wir lassen uns ausreichend Zeit, legen einige Stops ein und nutzendie Gelegenheit zu wandern. 

Deshalb erreichen wir Valdez am Prince William Sound gelegen erst am Abend

obwohl die Strecke nur etwas über 100 Km lang ist.

 

 

Immer wieder sehen wir außer den Gletschern auch die Trans Alaska Öl Pipeline von Prudhoe nach Valdez. Lange 1280 Km. Der Worthington Gletscher ist schon von der Strasse aus zu sehen. Wir fahren anscheinend direkt auf ihn zu. Bei einer Wanderung kommen wir dem Gletscher anscheinend nicht näher. Oft haben wir aus der Ferne einen viel besseren Blick. Eine Gratwanderung im wahrsten Sinne des Wortes. Als uns das Terrain zu unsicher wird brechen wir die Wanderung ab. Im unteren Bereich nur noch Geröll und Schutt.

 

Etwas weiter erreichen wir die Chugach Mountains. Wir gehen den kurzen Wanderweg und sehen die Berge und Schluchten. Hinter uns können wir den Worthington Gletscher wieder erblicken.

 

Innerhalb der letzten Woche ist die Natur explodiert. Überall sehen wir Blumen in allen Farbvariationen. Selbst in den kleinsten Spalten und Ritzen fängt es an zu blühen.

 

 

Der Key Stone Canyon mit seinen beeindruckenden Bridal Viel Falls und dem Lowe River. Fast haben wir Valdez erreicht.

 

Valdez liegt am Prince William Sound und ist von Gletschern und Bergen umgeben. Gegründet wurde die Stadt 1898. Goldsucher starteten von hier ihren Track zum Klondike über den Chillkot Track. Im Jahre 1964 wurde die Stadt durch das Karfreitagserdbeben und der darauf folgenden Flutwelle fast vollständig zerstört. Traurige Berühmtheit erlangte Valdez durch die Havarie der Exxon Valdez. 42 Millionen Liter Öl ergossen sich ins Meer. Auch heute noch ist Exxon der größte Arbeitgeber der Stadt. Auch im Winter ist der Hafen eisfrei. Die vergletscherten Gebirge der Chugach Mountains sind eine Attraktion der Stadt. Mit dem Boot kann man sich auf Tour zum Columbia Gletscher begeben. 35 Meter pro Tag schiebt er sich Richtung Meer.

 

Weißkopfseeadler und Goldeagle kommen allabendlich angeflogen um sich an den Fischen zu ergötzen. Nicht nur im Hafenbereich sondern auch bei der umstrittenen Abfütterung.