Denali Nationalpark

1. Juni 2017

Nur 200 Km von Fairbanks entfernt liegt der Denali Nationalpark.

Schon die Fahrt zum Denali bescherte uns immer wieder tolle Blicke auf die Denali Range. 

Foto Stop reiht sich an Foto Stop. Dadurch wurde die Fahrt zu einem Tagestrip. 

 

Der Mount Mc Kinley, Alaskas höchster Berg ragt vor uns 6194 m in die Höhe.

In der Sprache der Athebasken, einem Indianerstamm, heißt der Berg Denali, der Hohe. 

Mit der Parkgründung im Jahre 1927 bekam er den Namen des damaligen Präsidenten William Mc Kinley.

 

 

Der Denali Nationalpark ist 24585 km2 groß.

Am Visitor Center kaufen wir den Interagency Pass für 80 $.

Er gilt für ein Jahr, und ist für alle Nationalparks in den USA gültig.

Die Fahrt in den Park selber ist streng reglementiert. 

Mit dem Auto dürfen nur Besucher hineinfahren, die eine Reservierung für den einzigen RV Campplatz im Park haben.

Das Wohnmobil muß bis zur Abreise auf dem Platz stehen bleiben.

Alle anderen müssen ihren Wagen vor der Schranke stehen lassen und sind auf den Shuttlebus angewiesen.

 

 

 

Vor der Schranke befindet sich der Savage River Campground. Bis hier

( 24 km )ist die Straße asphaltiert.

Die Anmeldung für alle Campgrounds wird im Riley Creek Camp in der Nähe des Visitor Centers vorgenommen. Den Annual Pass erwerben wir an der Campus Information.

Vom Camp aus beginnen einige Trails in den Park hinein. Wir bewaffnen uns mit dem Bären Spray und unserer Bear Bell. Immer die Berge vor uns und die Sträucher gut im Blick, ob sich etwas bewegt. Vereinzelt sieht man andere Wanderer. Am Bachlauf entdecken wir eine Elchkuh mit einem Jungtier. Sie rennen an uns vorbei und sind nach kurzer Zeit nicht mehr zu sehen. Die Geschwindigkeit und die Kraft die sie ausstrahlte hat uns gehörigen Respekt eingeflösst. 

Nur wer wie wir einen Platz im Teklanika River Camp reserviert hat darf mit seinem Auto bis zum Camp in den Park fahren. Der Wagen muß bis zur Abreise aus dem Camp stehen bleiben. Um weiter in den Park zu gelangen muß jeder den Shuttle Bus nehmen. Wir benötigen für einen Tag ein Ticket, an den anderen Tagen können wir, sofern Plätze im Bus frei sind gratis mitfahren.

In der Vorsaison kein Problem da meistens noch Plätze frei sind. 

 

Alle anderen Besucher haben nur die Möglichkeit mit dem Shuttle Bus in den Park zu gelangen. 

Wer möchte fährt bis zum Eielson Visitor Center oder steigt unterwegs aus um zu wandern. Zur Hochsaison dauert es aber etwas länger um wieder Platz in einem Bus für die Rückfahrt zu erhaschen.

 

Die Fahrt durch den Park ist dank der Schotterstraße eine staubige Angelegenheit. Für Minuten sehen wir außer Staub nichts. An interessanten Punkten oder wenn Tiere gesehen werden wird angehalten. Dann ist das Aussteigen verboten. Die Fahrt bis zum Visitor Center dauert ca. 3 Stunden. Wir durchfahren die Taiga, einem Gemisch aus kleinen Laubbäumen wie Espen Balsampappeln, Papierbirken und Fichten.

Der Boden ist bedeckt mit Büschen, Kräutern und Flechten. Im Schwarzfichtenwald ist der Boden mit Riedgras und und Sumpfmoos bedeckt.

Wir erreichen die Tundra mit ihren niedrigen Sträuchern, Riedgras und Büschen, die bis zur Taille reichen. 

 

 

 Am Eielson Center angekommen haben wir einen phantastischen Blick auf den Mc Kinley.

Häufig ist der Berg von Wolken umgeben. 

Hier sehen wir am gegenüberliegenden Berghang die ersten Grizzlybären.

Vorsorglich wurde dieser Bereich für Wanderungen gesperrt.

Ab dem 8 Juni fährt der Bus bis zum Wonder Lake.

 

Diese Bärin hat 2 Junge, eine andere hielt sich weiter oben in den Bergen auf und ihr folgten 3 kleine " Kinder".

Die Ranger suchen regelmäßig mit Feldstechern die Umgebung ab und begeben sich auf Kontrollgänge. 

Wenn gerissenes Wild zu sehen ist wird der Bereich ebenfalls gesperrt. 

Wer sich abseits der Wege aufhält muß Augen und Ohren offen halten und sich nach Möglichkeit lauter verhalten als man es sonst auf Wanderungen macht. Es ist wichtiger das man rechtzeitig von Tieren wahrgenommen wird als das manTiere wahrnimmt.

Mit etwas Glück sehen wir Karibu, Elche, Bären, Dall Schafe und Wölfe. Dank der niedrigen Sträucher sind sie leicht zu entdecken.

Mit viel Glück haben wir Bären bei der Karibujagd beobachten können. 

 

 

Alaskas Nationalvogel, eine Schneehuhnart. Im Winter ist der Vogel schneeweiß, im Sommer wechselt er sein Gefieder.

 

Vom Visitor Center sehen wir auf den Mount McKinley. von hier aus sind kleine Loops zu erwandern. Wer möchte geht einfach weiter auf ausgetrampelten Tierpfaden. Immer die Augen und Ohren offen halten und wachsam sein. Nach Möglichkeit bitte reden, singen oder auf die Baerbell und Bärenspray vertrauen.

 

 

3 Tage verbrachten wir im Park. Im Nachhinein tut es uns leid nicht länger im Park geblieben zu sein.

Ein absolutes Highlight auf unserer bisherigen Tour.