Von Whitehorse nach Hyder

Bevor wir auf den Cassiar Hwy nach Stewart/Hyder fahren, statten wir Atlin noch einen Besuch ab.

Bei Jake`s Corner verlassen wir den TCH und fahren auf der Atlin Road bis zum gleichnamigen Ort. Wir haben wunderbare Ausblicke auf den Little Atlin Lake und den Mount Minto.

Der große Atlin Lake ist der größte natürliche See in BC.

Am See liegt der auch heute noch gut erhaltene Raddampfer SS Tarahne, der Reisende von Skagway/Whitehorse auf dem letzten Teilstück über den Tagish Lake nach Scotia Bay brachte.

In der Nähe des kleinen Ortes wird auch heute noch nach Gold gegraben. Die Goldschichten liegen unter einer 100-200 m Kiesschicht und werden mit hochmodernen Maschinen gefördert. Der Ertrag ist immer noch groß und man kann davon gut leben. Übernachtet wird auf einem Recreation Platz unmittelbar am See, wo wir auf einen Bayern treffen der seit 20 Jahren hier lebt und in der Mine arbeitet. Zeit für ein Schwätzchen ist immer, auch wenn er es sehr eilig hatte und deshalb dem Polizisten auf der Straße nicht begegnen wollte. Bei dem Tempo das er fährt holt er die Zeit spielend wieder ein.

Von Atlin geht es den selben Weg zurück. Kurz vor Watson Lake verlassen wir den THC und fahren auf dem Cassiar Hwy weiter nach Stewart/Hyder.

Unmittelbar an der Straße, bei Good Hope, sehen wir zu wie Jade verarbeitet wird. In dem dazugehörigen Laden kaufen wir Ringe, die unbearbeiteten Steine, die ebenfalls zu erwerben sind nehmen wir nicht mit.

Bei Dease Lake können wir uns mit allem Nötigen versorgen. Den Abstecher nach Telegraph Creek über Schotterstraße beenden wir an einer Restarea.( siehe Blog )

 

 

 

Bei Meziadin Junction, einer weiteren Versorgungsstation, biegen wir auf die "37 A" ab. Nach 24 Km sehen wir den Bear Gletscher mit dem Gletschersee Strohn Lake. Es geht weiter am Bear River und seinem malerischen Canyon entlang bevor wir Stewart erreichen.

Stewart liegt am Ende des 180 Km langen Portland Kanal, der natürlichen Grenze zwischen dem Südzipfel Alaskas und Kanada.

Die halboffene Grenze und die Lage machen den Reiz dieser Stadt aus.

Hyder hat keine Anbindung an weitere Orte in Alaska, liegt völlig isoliert. Der Ort besteht nur aus einigen Häusern, einer " Post " Lebensmittelladen und wenigen Häusern. Hier gilt die Alaska Time, während auf der Kanadischen Seite die Pacific Time gilt. Auch wird in Hyder mit kanadischen Dollars bezahlt, außer in der Post. Wichtig zu wissen: in Hyder haben die Pubs länger geöffnet.

Nach 6 Km auf der Salmon River Road erreichen wir den Tongas National Forrest, wo sich Mitte Juli bis Anfang September die Schwarzbären und Grizzlybären auf Lachsfang begeben. Von einer gesicherten Aussichtsplattform kann man die Tiere dabei beobachten.

Ab hier wird die Straße rumpelig. Wir versuchen die vielen Schlaglöcher zu umfahren, was nicht immer klappt. Die Sicht wird schlechter und wir durchfahren Nebelwände bevor wir den ersten eingeschränkten Blick auf die Gletscherzunge erhaschen.  

 

Wir schlängeln uns immer weiter bergauf, passieren eine Miene, Nebelschwaden kommen und gehen. Im Sekundentakt verändert sich die Sicht. Mal sehen wir nichts vom Gletscher, dann reißt die Nebelwand ein Stück auf  und wir können wenigstens ansatzweise erahnen welche Ausmaße der Salmon Gletscher hat.

Am Summit View Point harren wir bei Kaffee und Tee eine ganze Weile aus in der Hoffnung das sich die Sicht zu unseren Gunsten ändert. Was aber leider nicht der Fall ist. 

 

 

Wir verlassen die freundlichste Ghost Town Alaskas und müssen an der Grenze wieder Rede und Antwort stehen. Es gibt hier nur einen kanadischen Grenzbeamten.

Auf Alaska Seite absolut nichts.