Von Niagara Falls bis Alberta

Wir fahren die südliche Variante an der Georgian Bay und dem Lake Superior entlang. Starker Dauerregen nimmt uns die Entscheidung ab. Wir verzichten auf Zwischenstopps und fahren schneller als geplant weiter. Es geht bergauf und bergab in zahlreichen Kurven. An beiden Seiten der Straße Wälder und unzählige Seen, die zum Teil noch schnee und eisbedeckt sind. Es wird kälter und der Regen geht in Schnee über.

Die Scheibenwischer vereisen, die Temperatur liegt bei - 9 Grad. Wir ahnen Böses. Dumpen geht nicht, der Abwasserschlauch ist zugefroren. Stochern hilft auch nicht. Unterwegs lesen wir immer wieder closed. DAS HEIßT GESCHLOSSEN. Picknick Areas, Wanderwege, Provinzen Parks, Campgrounds, alles CLOSED.

Also fahren wir weiter.

Noch ist alles weiß, aber je näher wir Manitoba kommen um so besser wird es.

Der Schnee verschwindet, es wird etwas wärmer und die Straßen sind wie mit dem Lineal gezogen. Freie Sicht bis zum Horizont. Nur hin und wieder Baumgruppen. Überall braches Ackerland wie frisch abgeerntet. Auf Dauer ist die Fahrerei hier sehr eintönig, deshalb werden wir den TCH 1 verlassen und uns ins Landesinnere begeben.

Oak Hammok Marsh, ein Feuchtgebiet das allen Zugvögeln auf der Durchreise einen Platz zum Verschnaufen bietet. Auch uns. Zur Zeit sind aber außer Streifenhörnchen, Bisamratten ( Bilder habe ich wieder gelöscht nachdem ich gemerkt habe was es ist) einigen Gänsen und Enten nicht viel Tiere zu sehen. Selbst der Bieber nicht, dessen Burgen überall zu sehen sind.

Ein lohnenswerter Stopp sind die Wanderdünen im Süden Manitobas. Im Spruce Woods Provinzel Park befinden sich wunderbare Wanderwege von unterschiedlicher Länge.

 

Gut ausgebaute Wanderwege auf Sand und weichen Boden. Wir werden ein klein wenig in die Lüneburger Heide versetzt. Aber nicht lange . Vor uns türmen sich die Wanderdünen auf, deren Gipfel wir natürlich besteigen müssen. Wir sind fast alleine hier. Das ist der Vorteil wenn man so früh unterwegs ist.

Der zum Park zugehörige Campingplatz wird noch hergerichtet und ist natürlich geschlossen.

In Saskatchewan das gleiche Bild. Die Landschaft verändert sich nicht. Eine flache Ebene, weiter Horizont.

Morgen erreichen wir Alberta. Mehrere Zeitzonen haben wir durchquert. Mittlerweile bestehen 8 Stunden Differenz zu Deutschland.

 

 

Wir verlassen den Highway für kurze Zeit und fahren eine Stichstraße und haben Glück. Endlich ändert sich die Landschaft. Um das Auto aber nicht zu sehr zu strapazieren kehren wir bald auf den TCH zurück.

Der Dicke läuft rund, während wir in den letzten Tagen etwas eingerostet sind.