Von Bridgewater zu den Niagara Falls

Wir umrunden nicht wie ursprünglich geplant die Halbinsel Nova Scotia, sondern fahren bei Liverpool auf die Straße 8 und durchqueren das Landesinnere. Auf halber Strecke liegt der Kejimkujik NP. Leider stellt sich heraus das sowohl das Visitor Center als auch der Nationalpark noch geschlossen sind. Wir mußten den Zuweg wieder verlassen, der Weg war total vereist und nicht befahrbar. Wir nutzen den Weg nach Rigby um an einem verlassenen Picknick Platz zu dumpen. Für mehr war die Toilette auch nicht geeignet. 

 

 

Nördlich von Rigby liegt Annapolis Royal. Ziel ist die German Bakery. Mit 2 Broten verlassen wir den Laden und fahren entlang der Bay of Fundy. Hier befinden sich Obstplantagen und Weinberge. Da die Fähre von Digby nach St John noch nicht in Betrieb ist müssen wir leider wieder Richtung Halifax fahren.

Also Kilometer fressen.

Von Bedford geht es auf der 104 nach Amherst, danach quer durch New Brunswick auf dem Trans Canada Highway bis nach Edmunston. An der Grenze zur Provinz Quebec wird schon überwiegend Französisch gesprochen. 

Rechts und links Wälder und ab und zu Graslandschaften. Überall liegt noch viel Schnee, die Seen sind zugefroren. Auf Dauer ist die Fahrt eintönig, wenig Verkehr. Am Sonntag erreichen wir den St Lawrence River. Bei Riviere du Loup geht es auf dem Highway 20 Richtung Quebec. Eine Fährverbindung auf die andere Seite besteht zur Zeit nur weiter nördlich von Matane aus.

Hinter Riviere du Loup der 1. Rastplatz den wir sehen der zugänglich und sogar geöffnet ist. Dort können wir Wasser bunkern. Gut das wir den Wasserkanister haben. Rein ins Häuschen, mit vollem Kanister zum Auto und das ganze, weil`s so schön ist sieben mal bis der Tank voll ist. Wir befinden uns mittlerweile in der Provinz Quebec. Ein Abstecher nach Notre Dame du Portale bringt etwas Abwechslung. Es geht mit 10 Prozent Gefälle bergab. Wir stehen am Fuße des St Lawrence Stromes. Herrliches Wetter, Schnee und den riesigen Strom vor uns. Immer den St Lawrence an unserer rechten Seite geht es auf der Straße 132,(Route de Navigateurs)bis nach Riviere Quelle.

Von einem älteren Herren bekommen wir Tipps für die besten Fotomotive. Der Fluß mündet in den St. Lawrence.

Eisschollen brechen langsam auf und treiben auf dem Wasser.

Es geht weiter nach Quebec. Entlang der Promenade, vorbei an zahlreichen Spaziergängern, die das warme Wetter genießen.

 

Am Sonntag, den 9. April erreichen wir Quebec. Wir fahren die Promenade entlang und finden in der Stadt relevativ schnell einen Parkplatz. Zu Fuß geht es in den Stadtteil Vieux Quebec und Basseville. Überall Kleine Gassen mit Kopfsteinpflaster. Rechts und links Läden Cafés Restaurants und winzige Geschäfte. An jeder Ecke Straßenmusikanten. Man merkt den Menschen an das sie die Sonne herbeigesehnt haben. der Winter war in diesem Jahr sehr streng, mit viel Schnee. Erste Frühlingsgefühle kommen auf.

310 Stufen geht es hinauf zur Zitadelle. Oben angekommen stehen wir in einem großen Park. Wir kämpfen uns durch den Schnee bis zum Eingang der Zitadelle, die leider geschlossen hat. Hinunter geht es einfacher, immer die Straße lang. Das Hotel Chateau Frontenac überragt alle Gebäude und ist von weit her zu sehen. Sehr imposant. Wir genießen später im Straßencafe einen Wein und essen karamellisiertes Popcorn, eine Spezialität der Stadt. Sau süß aber lecker.

Auf der Straße 138 geht es weiter Richtung Süden. Von einem Amerikaner haben wir den Tipp bekommen die Route du Roy zu fahren. Entlang des Lawrence, viele kleine Inseln im Wasser. Leider schlechte Sicht. In Neuville werden wir von einem älteren Kanadier dänischer Abstammung gestoppt. Er hatte unseren Spruch am Heck gelesen und wollte einfach nur mit uns plaudern und seine ausgezeichneten Deutschkenntnisse anbringen. Je mehr wir zum Süden fahren um so wärmer wird es. Statt Schnee nur noch riesige Wasserlachen an beiden Seiten der Straße. Wir fragen uns ob der Boden vor dem nächsten Winter jemals trocken wird. Montreal durchqueren wir. Zu viel Hektik. Die Temperatur steigt auf 28 Grad. Auf dem Highway 20 Richtung Toronto. Ein böiger Wind macht das Fahren zur Qual. Zudem brausen die Laster an einem vorbei, und deren Sog kann man kaum regulieren. Darum machen wir, bevor der Sturm losgeht, in Brockville Schluß.

Über diese Brücke dürfen wir nicht fahren. Dann wären wir in USA.

 

 

Eigentlich war noch eine Besichtigung von Toronto geplant. Je näher wir der Stadt kamen um so schrecklicher wurde es. 5 spurige Autobahnen. Ein Autobahnkreuz nach dem anderen. Ein Horror. Parkplätze hätten wir in der Stadt auch nicht bekommen. Wie sich später herausstellte war das ein guter Entschluß.

 

In Milton endlich der 1. Campground. Ganz vorne auf der   To Do Liste steht DUSCHEN.

Doch vorher noch Arbeiten bei denen wir uns die Hände schmutzig machen.

Man trifft sich immer 2 mal im Leben. Auch die Schweizer Familie mit ihren 4 Kindern tauchen auf dem Platz auf. 

Wir sind dankbar für alle Tipps die wir bekommen können. Gerhard, ein Kanadier, gibt uns ein Heft von Pilot und Flying J. Jetzt haben wir weitere Möglichkeiten zum Übernachten. Von Milton werden wir morgen, nachdem wir noch einmal geduscht haben, zu den Niagara Falls fahren. Die nächste Dusche kommt bestimmt. Aber wann?