Heißer, weißer Wüstensand

Wüste mal anders.

Wir fahren weiter durch die endlose Wüste New Mexicos, sehen rechts und links nur Gebüsch, vertrocknetes Gras, Steine und ausgetrockneten Boden. 25 Km von Alamogordo liegen die White Sands Dunes. Wir lassen die Raketenbasis, White Sands Missile Range, rechts liegen und fahren direkt in die Dünen hinein.

Der Kontrast kann nicht größer sein.

 

Noch rechtzeitig vor dem Sonnenuntergang fahren wir, auf mit Schneeflug freigeräumter Straße, in den Park hinein. Worauf wir hier fahren und was unsere Augen blendet ist feiner staubiger Gips. Heute verschaffen wir uns einen kurzen Überblick. Um bis zum Ende des Parkes zu fahren ist es schon zu spät. Leider ist das Übernachten im Park verboten. 

In Alamogordo übernachten wir bei Walmart und beschließen morgen so zeitig wie möglich wieder in den Park zu fahren. Die zum Teil groß angelegten Picknickplätze sind noch verweist und wir frühstücken umgeben von einer einmaligen Kulisse.

Wir lassen uns Zeit, und genießen die Stille. Die erste Düne besteigen wir und stehen wieder vor neuen Dünen. Es gibt einen ausgewiesenen Loop Trail, den man in einigen Stunden erwandern kann. Aber ohne Kompass, in der Hitze nicht unbedingt zu empfehlen. Trotzdem wandern wir in die Dünen hinein, werfen aber immer wieder einen Blick nach hinten um uns zu orientieren. Nach kurzer Zeit ist der Parkplatz nicht mehr zu sehen. Das schöne an dem feinem Gips, wir sacken nicht so sehr ein wie auf normalem Sand. Dadurch ist das Wandern nicht anstrengend. Trotzdem bin ich völlig verschwitzt. 

Es kommt uns hier noch heißer vor. 

Mit Glück finden wir heute Nachmittag eine schönere Übernachtungsmöglichkeit als bei Walmart zu stehen. Genau passend zum tollen Tag. Kurz vor Alamogordo zweigen wir auf die 54 zum Oliver Lee State Park ab. Wir stehen etwas oberhalb der weiten Ebene. Es ist angenehm warm und wir genießen den Sonnenuntergang.

Nach Einbruch der Dunkelheit bekommen wir ungebetenen Besuch, der sich aber langsam, ohne uns großartig zu stören schnell verzieht. Ich sitze versunken im Liegestuhl als ich einen dunklen Schatten langsam auf mich zu kriechen sehe. Im Licht der Taschenlampe erkenne ich eine dicke, fette, handtellergroße Tarantel. Also immer schön die Augen offen halten. Pumas soll es hier auch geben, aber die haben wir leider nicht gesehen.

Unser nächstes Ziel heißt Albuquerque. Von Sonny, einem rüstigen Rentner haben wir die Adresse einer Autowerkstatt erhalten. Wir steuern zuerst Fiat an und lassen einen Ölwechsel und den Partikelfilter wechseln. Leider kein Computer Check möglich. Dann zu der angegebenen Adresse. Die Werkstatt wird von Deutschen betrieben, die vor 50 Jahren aus Bielefeld nach USA ausgewandert sind. Hans schaut sich die Sache genauer an, hat aber auch keinen PC. Während er werkelt unterhalten wir uns mit seiner mittlerweile 80 jährigen Mutter. Sie schimpft über Obama Care und die große durch Drogen bedingte Kriminalität. Von Hans erhalten wir die Adresse einer kleinen Werkstatt. Wir sollen nach Daniel fragen. Evtl. haben die ein Lesegerät. Der Chef, Brody, kam persönlich und hat 2 verschiedene Lesegeräte angeschlossen, aber ohne Erfolg. Na ja, zumindest haben sich die beiden Männer ernsthaft bemüht uns zu helfen. Dann fahren wir eben ohne ABS weiter. Hat sich bis jetzt nicht bemerkbar gemacht.

In Albuquerque erwartet uns am Wochenende ein neues Event. Davon berichte ich später. Vielen von Euch wird es aus Moers bekannt sein.

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