Kontrastprogramm

Die Gegensätze könnten nicht größer sein. 

Vom Yellowstone geht es Richtung Westen 

nach Idaho. " 2 Tage verbringen wir in " Craters of the Moon".

In Utah machen wir Station auf der Antelope Island im Great Salt Lake.

Die Fahrt durch Idaho ist sehr abwechslungsreich. Zuerst geht es durch die Berge immer den Snake River entlang. Die kurvenreiche Strecke bringt etwas Abwechslung und ist für Silvia wie geschaffen. Wir winden uns höher und erreichen ein Plateau. Wohin das Auge schaut sehen wir nur Weizenfelder. Idaho ist eigentlich der Kartoffelstaat Nr. 1 in Amerika, aber Kartoffelfelder sehen wir nicht. Dafür riechen wir sie. Fabriken am Wege zeugen davon, das doch wohl irgendwo welche angebaut werden.

 

Die Fahrt wird eintöniger. Die Landschaft erinnert ein wenig an Saskatchewan. Immer gerade aus, die Sonne brennt, keine Wolke am Himmel. Trockenes Gebüsch kommt uns auf der Strasse entgegen, wie in den Western Filmen. Nur das keine Cowboys zu sehen sind, sondern Farmer mit hochmodernen Geräten.

Schon weit vor dem Eingang Zum Mond Monument Park tauchen die ersten Lavafelder auf. Fast hätten wir hier übernachten müssen, denn der Campground im Park war voll. Die Internetarbeit hat unseren Zeitplan durcheinander gebracht. Wir sind 24 Km zurückgefahren und haben in Acro auf einem privaten Platz gestanden mit sehr gutem Internet.

Früh morgens geht es dann, frisch geduscht, zurück zum Park. Wir erwischen einen tollen Platz mit freiem Blick in die Lavafelder. Bevor wir uns aufraffen den Park zu erkunden sitzen wir unter der Markise, dicht an das Auto gedrängt, und lassen die Landschaft auf uns einwirken.

 

 

2 Tage verbringen wir mit allerdings nur kurzen Wanderungen durch die Lava Landschaft. Bei 30 Grad im Schatten, den es nicht gab, ganz schön schweißtreibend. Die übrige Zeit wandern wir mit unseren Campingstühlen dem Schatten des Autos hinterher. Ist nicht ganz so anstrengend.

Eine Straße führt durch den Park. Die 2 Loops fahren wir ab und starten dann unsere Touren. Der North Trail geht bis zum Rand des Big Craters und des North Craters. Von oben blicken wir in die Crater hinein. Nicht nur unsere Schuhe sind staubig, sondern wir auch. Wir sehen brauner aus als wir sind. Eine weitere Wanderung ist der Broken Top Trail. Am Ende der Wanderung befindet sich die Buffalo Cave. Silvia hat alles in ihrem Rucksack. Taschenlampe und dicke Jacke. Allerdings war die Höhle nicht so groß das sie die Jacke gebraucht hätte. Sie meinte nur: angenehm kühl, hier bleib ich.

Ja ja, die Amerikaner und Kanadier. Im Rentenalter scheinen sie nur durch die Gegend zu reisen. Jenny ist seit 2 Jahren mit ihrer noch namenlosen Schachtel unterwegs. Hin und wieder mal ein Besuch bei den Kindern und dann geht es weiter. Martin und Fred pendeln auch zwischen Kanada, USA und Mexico hin und her. Von ihnen haben wir eine Karte über die Baja California erhalten mit vielen interessanten Tipps. Vielleicht treffen wir beide ja da unten wieder. Sofern wir wirklich dort ankommen.

Vor der 1. Mondlandung haben die Astronauten Armstrong und Co sich hier im Crater auf die Mondlandung vorbereitet. Uns haben einige Wanderungen genügt.

Danach ein kühles Bier und in der lauen Sommernacht in den Sternenhimmel schauen, so läßt es sich aushalten.

.Von Martin und Fred sind wir vorgewarnt. Je weiter wir zum Süden fahren um so heißer wird es. Haben wir schon bei 30 Grad gestöhnt müssen wir uns jetzt mit Temperaturen von 35 + einstellen. Jeden Morgen das gleiche Bild. Die Sonne scheint und brennt unerbittlich. Wir haben eindeutig zu viel falsche Kleidung mit. Lange Hosen und dicke Pullover. Silvia hat sich mittlerweile 2 neue Shorts zugelegt. Geeignete Tops hat sie noch nicht gefunden. Also zieht sie........

Auf der Interstate 15 geht es schnurstracks zum Great Salt Lake. Auf  Antelope Island werden wir die nächsten 2 Tage verbringen. Gott sei Dank sind an jedem Platz überdachte Sitzecken.

Wir wollen natürlich im Salzsee baden und fahren zur sogenannten Beach. Mit Badetuch ausgestattet gehen wir 10 Minuten hinunter zum Wasser. An baden war nicht zu denken. Milliarden kleiner Fliegen, die sich am Boden befinden fliegen dicht über den Boden mit Gesumm vor uns her. Es sieht aus wie eine braune Wolke, die vom Wind vorwärts getrieben wird. Etwas ekelig. Trotzdem gehen wir ins Wasser. Keine Abkühlung, sondern eine warme Brühe umspült unsere Beine. Das Wasser ist so flach, das wir nur bis zu den Waden nass werden. Bevor wir unsere Schuhe wieder anziehen können, müssen wir sie von den Mini Fliegen befreien. Gut das wir außer den Badetüchern nichts mitgenommen haben. Eine Außendusche am Baffulo Grill sorgt dann aber doch noch für willkommene Abkühlung. Noch einmal zum Wasser gehen wollten wir unter den Bedingungen nicht, darum auch keine Bilder.

 

Der See ist an vielen Stellen ausgetrocknet. Eine sogenannte Brücke verbindet die Insel mit dem Festland. Hier leben neben Gabelböcken und etlichen Vogelarten auch Büffel. Ein Teil der Insel kann mit dem Auto befahren werden. Um diese Jahreszeit sehen wir nur wenige Wanderer. Außer einigen kurzen Trails läßt die Hitze auch nichts zu. Schon morgens haben wir 29 Grad. 

 

 

Braun gebrannt und nass geschwitzt, bes. ich, stehen wir am Buffalo Point.

Obwohl der Aufstieg nicht der Rede wert ist läuft mir der Schweiß in Strömen runter. Von oben haben wir eine hervorragende Sicht auf den Salzsee. Unter uns grasen die Büffel.

Jede Möglichkeit wird genutzt um der Sonne zu entgehen.

Bis 1972 wurde die einzige Ranch auf der Insel noch bewirtschaftet. Heute ist sie wie so vieles in Amerika eine Historic Site. Einige Pferde stehen noch in der gleißenden Sonne, ansonsten ist alles dem Verfall preisgegeben und verrostet. 

Der Tag geht, die Nacht bricht herein, der nächste Morgen kommt und bringt Gäste zum Frühstück mit. Endlich haben wir unseren 1. Sonnenuntergang und Sonnenaufgang. 

Wir verlassen heute die grasenden, nicht rasenden, Büffel und die Antelope Island und fahren weiter auf der Interstate 15 Richtung Süden. Einige Lebensmittel haben wir vorher noch schnell eingekauft, aber nicht alles gefunden was wir brauchen. Unterwegs gibt es ja noch Gelegenheit. Falsch gedacht. Alle Orte an der "15" bestanden in erster Linie nur aus Tankstellen und einer Werkstatt. No Services. In Beaver haben wir endlich einen kleinen Laden gefunden wo wir noch Milch, Käse und Wurst kaufen konnten. Wieder ein Wagnis, wer weiß wie es schmeckt.

Die Nacht wird heute nicht nur heiß, sondern auch laut. Wir stehen bei Flying G.

Bevor wir die NP`s Zion usw ansteuern geht es runter bis St. George. Wir müssen Wasser bunkern, waschen, noch die restlichen Sachen einkaufen und und und. Dank Steve, der uns seine Zugangsdaten gegeben hat, habe ich heute hervorragende Internetverbindung. Der Tag ist gerettet. Danach bin ich für neue Herausforderungen bereit und muß Silvia nicht mehr nerven.

Es sei denn ich trottel bei der Hitze zu langsam hinter ihr her. Getreu dem Motto " Hetz MICH nicht ".

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Kommentare: 1
  • #1

    Herbert (Donnerstag, 31 August 2017 23:01)

    Hallo ihr Beiden . Schöne Beschreibungen der Reise . Wir haben auch die letzten beiden gelesen , wollten aber nicht immer einen Kommentar abgeben . Es freut uns das es Euch immer noch gut geht ,- trotz Hitze ,- und das ihr immer noch Zeit , Lust und Internet habt um so tolle Berichte zu schreiben . Danke dafür .
    Mit liebem Gruß
    Janni und Herbert