USA here we are

Wir sind am 16, August in die USA eingereist. Leider hat uns der US Beamte an der Grenze keine Verlängerung, bzw. neuen Einreisestempel gegeben. Begründung: wir sollten im November entweder kurz nach Mexico oder Kanada einreisen und dann zurückkommen.

Es hieß vorher immer das die älteren Beamten die netteren sind. Stimmt nicht unbedingt. Er schien etwas  missmutig zu sein. Hat alles Mögliche wissen wollen. Ob wir einen ESTA Antrag haben, wie wir das Auto eingeführt haben, was wir in Amerika wollen, was in der Heckgarage ist, ob Lebensmittel, und und und. Dann hat er das Auto von innen inspiziert und alle Schränke geöffnet. Die Heckgarage wollte er zu unserer Überraschung dann nicht mehr sehen. 

Wir sind in Washington eingereist. Hier das gleiche Landschaftsbild wie in Kanada. Es geht zügig durch Idaho bis Montana. Waldbrände außer Kontrolle, Rauch in der Luft. Uns reicht es langsam, aber was soll man machen. Es wird während der Durchreise wieder bei Walmart übernachtet. In USA bislang schlechte Internetverbindung. Auf dem Parkplatz vor dem Laden keine, wir müssen ins Geschäft um eine Verbindung zu bekommen. Wir haben vergessen die Uhr vorzustellen, haben uns nur am Vorabend gewundert das der Laden so früh geschlossen ist. Bein Einkaufen erfahren wir, das die Strecke die wir gestern gefahren sind gesperrt ist und die Bewohner teilweise evakuiert werden mußten. Glück gehabt. Ein wenig vermissen wir jetzt schon Kanada.

Bevor wir unser erstes Ziel in USA erreichen, den Yellowstone, haben wir ausreichend Zeit um uns an gewisse Sachen zu gewöhnen. Viel Verkehr, große, laute Städte mit den dazu gehörigen Staus. Amerika, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. In Bezug auf`s Internet hat das Land bei weitem nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Grottenschlecht. Heute ist der 24. August und zum ersten Mal habe ich rel. gute Internetverbindung.

Wir fahren über West Yellowstone in den Park hinein. Schlechtes Timing unsererseits, es ist Samstag. Schon am Gate eine lange Autoschlange. Wir nehmen die Express Lane da wir den Discovery Pass haben. Im Park das gleiche Bild. Rushhour. Rückwirkend waren wir 5 Tage einschließlich Ruhetag am Sonntag im Nationalpark. Trotz aller Widrigkeiten ein tolles Erlebnis.

 

 

Old Faithful, der Inbegriff vom Yellowstone. Neben diesem Wahrzeichen gibt es andere, ebenso schöne und noch spektakuläre Geysire, dazu "Pools" in allen Farbnuancen. Wir sind den Canyon entlang gewandert, mußten uns dem Tempo der Büffel und Kojoten anpassen und waren dem Gestank von faulen Eiern hilflos ausgeliefert. Ein Landschaftsbild so abwechslungsreich wie wir es uns nicht erträumt haben. Ich muß mich wiederholen: Es war zum Heulen schön. 

Das I Tüpfelchen kam dann am Montag. In Mammoth konnten wir die fast vollständige Sonnenfinsternis beobachten.  

Da macht das Halten Spass, egal ob sich hinter uns eine Schlange bildet. Überall, nach jeder Kurve war mit ihnen zu rechnen. Mit scheinbar nichts aus der Ruhe zu bringen. Allein umherziehende Bullen oder große Herden nahmen keine Rücksicht auf uns Autofahrer. Die Routen im Park sind wie eine "8" angelegt. Wer sich ausreichend Zeit nehmen kann und will, ist eine gute Woche mit der Erkundung des Parks beschäftigt. Da die Camps bis zum Saisonende fast ausgebucht sind, mußten wir 2 mal außerhalb einen Platz finden. Dadurch sind wir einige Strecken doppelt gefahren, was aber eher ein Vor als ein Nachteil war.

Zum Übernachten müssen wir einen Abend den Park wieder verlassen und fahren zurück nach West Yellowstone. Wir ahnten es. Alles ausgebucht. Nach 2 Stunden geben wir die Suche auf und stellen uns auf einen Hinterhof. Neben uns steht bereits ein Holländer. Später gesellt sich ein Pärchen aus Dänemark dazu. Besser hätten wir es nicht treffen können, zumal gegenüber ein spanisches Restaurant ist.  Unsere Steaks werden roh auf einer heißen Steinplatte serviert. Braten müssen wir es selber. Dazu gibt es Pommes in Würfel geschnitten und Gaelic Soße.

Am nächsten Morgen wird in der Laundry geduscht. Nicht in der Waschmaschine, sondern in den 2 Duschen, die dazu gehören. 2 Minuten für 2 Dollars. Das nett man Schnelldurchgang ohne Schleudern.

 

 

Auf den Punkt gebraten. Das Fleisch zergeht im Munde. Wir haben es uns verdient.

Wer die Wahl hat, hat die Qual. Jeder Pool, jeder Geysir sah anders aus. Mal imposant, mal unscheinbar. Es blubbert und dampft überall. Wärme von oben und unten. Wir können und dürfen nur über die Holzbohlen gehen. Es zischt und brodelt. Im Visitor Center stehen die ca. Zeiten wann bestimmte Geysire ausbrechen. Wir hatten das Glück einige in Aktion zu sehen. 

 

Der Fun Geysir machte seinem Namen alle Ehre. Unscheinbar zischt er vor sich hin bis zu dem Moment wo er ausbricht. Langsam wird die Fontaine größer, Wasserschwaden steigen in die Höhe, die Menschen fangen an zu schreien wohl wissend was jetzt kommt. Nur wir wußten es nicht.

Von einer Sekunde zur anderen schießen aus den kleinen Löchern gewaltige Wasserdämpfe in die Luft. Ich weiß im Nachhinein nicht ob das Schreien der Leute oder das Herausschießen der Wassermassen lauter war. Das Spektakel ging einige Minuten. Der Wasserstrahl wechselt die Richtung und kommt auf uns zu. Ehe wir uns versehen sind wir nass. Alle springen nach hinten um größeren Schaden zu verhindern. Zu unserer Überraschung waren die Wasserdämpfe nicht heiß, sondern angenehm kühl. 

Mit nasser Kleidung wandern wir weiter. Es gibt noch viel zu sehen.

Neben den unzähligen Stopps die wir zwischendurch einlegen, war der Aufenthalt am Canyon länger. Wir gehen die North und die South Rim. Leider sind einige Viewpoints gesperrt. Immer wieder andere Ausblicke ergeben sich. 

Mitten im Nationalpark am Lake wird die letzte Pause gemacht. Wir sind überrascht, das es hier auch einen Yachthafen gibt.

 

,Nach 5 Tagen Yellowstone machen wir uns auf den Weg nach Süden. Seit unzähligen Wochen regnet es ein wenig. Durch den Grand Teton NP geht es zügig Richtung Jackson, der nächsten größeren Stadt. Hier tobt der Bär, den wir im Yellowstone nicht gesehen haben. Dagegen war es in West Yellowstone beschaulich. 

Heute wieder ein schöner sonniger Tag. Wir sind in Idaho Falls und sitzen draußen bei Starbucks. Danach soll es zum Craters of the Moon gehen.

Irgendwann, wenn das Wetter schlecht ist, kommt noch ein ausführlicher Bericht über den Yellowstone.

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Kommentare: 1
  • #1

    Conny und Peter (Mittwoch, 30 August 2017 06:59)

    Hallo, ihr Beiden!
    Könnt Ihr Euch noch an uns erinnern? (Die 2 Freisinger mit dem Oldtimer-Magirus. Wasserfall Reargard Mt. robson)
    Haben uns gerade Euren sehr netten, ausführlichen und informativen Eintrag über den Yellowstone zu Gemüte geführt. Mit 5 Tagen habt Ihr echt Ausdauer gezeigt. Wir waren 3 Tage drin und auch echt begeistert, aber diese Menschenmassen und keine Möglichkeit einen c
    Campground zu bekommen, hat uns aufgeben lassen. Aber die Schönheit und Unterschiedlichkeit dieses NP ist wirklich faszinierend.
    Sind momentan in Flagstaff/'Arizona und haben wirklich eine Reise von einem Highlight zum anderen hinter uns.
    Wir wünschen Euch weiterhin viele tolle und packende Eindrücke, bleibt gesund
    Viele Grüße
    Conny und Peter