Reif für die USA

Unsere Tage in Kanada sind gezählt. Bald heißt es Abschied nehmen.

Man soll gehen wenn es am Schönsten ist. Noch bleiben uns einige Tage in Kanada, die wir auf einer gemütlichen Abschiedstour durch das Okanangan Valley und Kootenay verbringen werden. 

Eine tolle, erlebnisreiche Zeit neigt sich dem Ende zu. Nach Monaten umgeben von Bergen die sich in den Lakes widerspiegeln und endlosen Wäldern sind wir für USA bereit. Momentan sitzen wir in der Library in Revelstoke, wo die beste Internetverbindung besteht. Obwohl BC und Alberta rel. dicht besiedelt sind, hatten wir hier häufig kein Netz und WLAN.

Wir reden in letzter Zeit immer häufiger von Amerika und blicken nach vorne, aber auch zurück, auf die Zeit hier in Kanada. Lassen die Reise Revue passieren, erinnern uns an Erlebnisse und Orte wo es uns besonders gut gefallen hat. Selbst Silvia ist nicht mehr erpicht darauf ständig Berge zu sehen oder sie im schlimmsten Fall zu besteigen. Wir benötigen beide eine Abwechslung. 

Wie vor einiger Zeit eine Urlauberin, die 5 Monate in Kanada war sagte: Ich kann keine Bäume mehr sehen. Uns geht es jetzt in etwa genau so. Obwohl die Bäume / Wälder momentan durch den Rauch kaum zu sehen sind.

Kamloops in der Nähe von Cache Creek liegt auf unsere Strecke nach Süden. Die Straßen sind wieder offen, aber überall riecht es verbrannt. Die Sicht ist katastrophal. Jeden Tag hört man von neuen Bränden. Gott sei Dank sind die meisten Feuer gelöscht. Für die nächsten Tage ist Regen angesagt und die Situation wird sich hoffentlich bessern.

Im Okanangan Valley, bekannt für sein Obst und Weinanbau ist der Wein im nächsten Jahr im Abgang wahrscheinlich rauchig. Eine interessante Note.

Wie ernst die Angelegenheit in dieser Region war oder auch noch ist stellen wir in Vernon fest. Schilder weisen auf eine Evakuierungs Route hin. Wir wundern uns über den starken Verkehr und stellen fest, das in BC ein Feiertag ist, der BC Day. Endlich tauchen sie auf, die ersten Obststände. Von unscheinbar und kitschig aufgemotzt ist alles vertreten. Wer glaubt hier günstig einkaufen zu können irrt.

Riesige Schilder mit "Log Barn" mit denen wir anfangs nichts anfangen konnten, waren an den Straßen aufgestellt.

Dann taucht Log Barn vor uns auf. Ein riesiger Laden, mit Kitsch beladen aber mit magischer Anziehungskraft für Einheimische und Touristen. Es gibt nichts was man nicht kaufen kann. Von Lebensmitteln bis zu Karnevalsmasken ist alles vertreten. Hier erstehen wir zum 2. mal sündhaft teuren Käse. Dieses mal deutschen Butterkäse. Fragt nicht nach dem Preis. Die Einteilung werde ich übernehmen denn ich kann dünner abschneiden.

 

Wir haben wieder einmal einen schönen Platz zum Übernachten gefunden. Wann immer es möglich war standen wir auf sogenannten Recration Sites. In der Abgeschiedenheit muß man auf alles gefasst sein. An dem Platz stand plötzlich für einige Sekunden ein Kolibri vor uns in der Luft. Wir waren beide überrascht wie klein diese Vögel sind. Mit schwirrenden Flügelschlag war er so schnell er gekommen ist, auch wieder weg. Leider waren viele dieser Plätze für uns nicht zu erreichen, da die Anfahrt für unser Auto nicht geeignet war. 

 

 

Denn die Hilfe eines Abschleppunternehmens möchten wir vermeiden und lieber aus eigener Kraft unsere weiteren Ziele ansteuern. obwohl diese Variante sehr interessant aussieht. Hat nicht jeder. 

 

Holzspäne wohin man schaut, aber leider dürfen wir kein Feuer machen. Unsere Heckgarage ist mit Brennholz gefüllt. Wir befürchten schon alles irgendwo liegen lassen zu müssen. Eines haben wir beide mittlerweile gelernt. Nämlich ein gescheites Feuer zu entfachen. Auch der Umgang mit der stumpfen Axt ist kein Problem mehr. Bei den dicken Stämmen versuchen wir es erst gar nicht. Silvia hatte die Angewohnheit überall auf den Plätzen das Kleinzeug zu suchen. Jeder Span oder trockene Zweig wurde aufgehoben. Danach sahen die Plätze wie geleckt aus.

 

Wir orientieren uns neu. Das noch jungfräuliche Buch über USA sieht mit Sicherheit in einigen Wochen/Monaten genau so wie das Kanada Buch aus. Silvia hat die Angewohnheit alle Bücher mit Etiketten zu versehen. Noch schlimmer ist ihre Angewohnheit alle Straßenkarten zu bemalen. Für meinen Routenverlauf gab es keine einzige Karte mehr so das wir extra noch Neue kaufen mußten. Bei diesen heißt es für sie: Hände weg.

Heute geht es weiter nach Golden und dann Richtung Kootenay. Evtl. versuchen wir unser Glück direkt bei Cresten in die USA einzureisen oder wir statten Osoyoos noch einen Besuch ab. Dieser Ort inmitten von Weinbergen hat uns vor Monaten so gut gefallen und ist bestimmt einen weiteren Besuch wert.

Für uns steigt mal wieder die Spannung, denn wir möchten eine Einreiseerlaubnis von mindestens 9 Monaten. Mal sehen wie der Beamte s0 drauf ist.

Silvia hat ihre Updates gemacht, und ist jetzt wieder in den Ort gegangen. Ich hoffe nicht zum Shoppen.

Normalerweise lasse ich sie immer noch Gegenlesen. Ich habe jetzt keine Lust mehr alles zu kontrollieren und werde es zu einem späteren Zeitpunkt machen. Jetzt habe ich Kaffeedurst und könnte etwas zu essen vertragen. Hier ist es 14 Uhr. In Alberta ist es 15 Uhr und ihr zu Hause schlaft sicher tief und fest.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Jutta (Donnerstag, 10 August 2017 23:57)

    nur ich schlaf noch nicht, habe wie immer sehr interessiert euren Bericht gelesen und die tollen Photos bewundert. Vor allem die von den Rocky Mountains. Ihr hattet ja wirklich Glück mit dem Wetter. Viele haben ja den Mt.Robson nur in Nebel gehüllt gesehen. Hoffe wir haben nächstes Jahr auch so ein Glück. Auf jeden Fall haben eure Berichte und Bilder unsere Vorfreude angeheizt. Nun drücke ich euch mal feste die Daumen, dass eure Wünsche an der Grenze erfüllt werden. Ganz liebe Grüsse aus dem nasskalten Heimat.
    Jutta

  • #2

    SaBi (Montag, 14 August 2017 04:43)

    Hallo ihr zwei.... gibt ja viel Neues von euch zu lesen. Wir waren ja auch mal kurz in den Bergen.( mit Zelt) war wirklich toll... 2 von uns haben nachts in ihrem Zelt noch Frei-Fahrten-Jugend gemacht. Ja,ja.... Wetter war nicht immer gut zu uns.... Eure Reiseberichte haben wir an Trump weitergeleitet. Der lässt euch jetzt bestimmt für 9 Monate rein. Der freut sich, wenn mal was positives über Amerika veröffentlicht wird. Weiter so mit den schönen Berichten. Wir senden viele liebe Grüße aus der Heimat. Für morgen ist hier ein Tag Sommer angesagt.... freu... drühüüück .... sabine und birgit ���