Stampede in Medicine Hat

Rodeo in Medicine Hat.

Besuch der Stampede für 2 Tage.

Ein einmaliges Erlebnis liegt hinter uns.

Die Stampede in Calgary konnten wir nicht besuchen,

aber in Medicine Hat waren wir für 2 Tage dabei.

Da die Suche nach einem geeigneten Campground 

ergebnislos verlaufen ist, haben wir uns ......

einfach auf dem Free Parking Platz vor dem Festplatz hingestellt. Kein No Overnight Parking Schild also warum nicht gleich hier vor Ort bleiben. Mutterseelen allein stehen wir auf dem riesigen Platz und das Schönste ist, wir werden nicht gestört. Die Stampede ist mit einer Kirmes gekoppelt. Der Zaun gegenüber ist für den Service Bereich geöffnet und wir nutzen die Gelegenheit früh morgens den menschenleeren Patz zu inspizieren. 

Ab 12.00 Uhr ist offiziell Einlass. Kosten 4 $ pro Person.

Pünktlich um 12.00 Uhr stehen wir bei Gluthitze vor dem Kassenhäuschen in der Schlange. Wir hoffen noch 2 Karten für das morgige Rodeo zu ergattern. Wir haben Glück und gönnen uns Premium Sitze mit angeblich guter Sicht auf das Geschehen. Gegen Nachmittag füllt sich der Platz, aber es ist immer noch sehr ruhig. Keine laute Musikbeschallung, keine Budenbesitzer die rufen und zum Kauf oder zu Fahren auffordern. Die Buden und Fahrgestelle sind schrill und bunt. Von gesalzenem Popkorn, Hamburgern, Nachos und undefinierbaren Süßigkeiten ist alles zu haben. Nur kein Alkohol. Auf verschiedenen Bühnen wird Live Musik gespielt. Von Rock bis Country ist für jeden was passendes dabei. Unser Favorit ist die Kickstart Band mit überwiegend Country Musik.

Geht doch. Dank Silvias Neugier haben wir einen Ort gefunden wo es ab 19.00 Uhr auch Alkohol gibt.

Wir werden in Empfang genommen und erhalten ein Bändchen was uns bescheinigt, das wir alt genug sind. " Drinking Age Verified"

Danach erwerben wir Getränkemarken und stellen uns wieder in eine Schlange. Mit dem Bier dürfen wir, welch ein Glück, auch in den abgeschirmten  Außenbereich hinter dem Haus gehen. Überall Security. Man steht unter ständiger Beobachtung. Jedes Fehlverhalten wird sofort unterbunden.

 

 

 

Der Außenbereich wird gleich von drei Security Männern bewacht. Er ist nochmals unterteilt. Ein Bereich in dem wir unser Bier trinken dürfen, daneben ein Bereich in dem geraucht werden darf. Beides zusammen ist nicht erlaubt. Jeder, der mit seinem alkoholischen Getränk in den Raucherbereich geht, wird zurückgeschickt. Umgekehrt gilt das selbe. Der Raucherbereich ist sinniger weise direkt bei den Toilettenhäuschen.

 

 

Den Parkplatz teilen wir uns friedlich mit unzähligen Erdmännchen, aber auf dem Rummel konnten wir nicht widerstehen und klopfen mit dem Gummihammer auf die possierlichen Tiere sobald sie den Kopf aus dem Loch stecken. Silvia hat gewonnen.

Bis zum Auto haben wir es nicht weit. Wir sind bedeckt mit einer Patina aus Staub und Sand. Zusammen mit der Sonnencreme ein hundert prozentiger Schutz gegen Mücken und anderes Getier. Unsere Haare benötigen kein teures Gel oder Wachs, sie stehen auch ohne.

Das Feuerwerk am späten Abend findet bei den Kanadiern keine große Beachtung. Wir stehen fast alleine in der Dunkelheit um uns dieses Schauspiel anzusehen. 

Danach ist es auch bald Schluß. Einige Nachzügler stören ein wenig unsere Nachtruhe.

Heute, am Donnertag ist der große Tag der Stampede. Wir brechen zeitig auf, gehen ca. 50 Minuten in die Stadt hinunter, um uns den großen Umzug anzusehen. An den Straßen sitzen schon etliche Zuschauer auf ihren mit gebrachten Stühlen, Decken für die Kinder sind vor den Füßen ausgebreitet. 

Pünktlich um 9.00 Uhr gibt ein Böllerschuss für alle hörbar den Start der Parade an. 

Es reißt den Kanadier nicht von den Stühlen. Man stelle sich die Situation in Köln auf dem Rosenmontagszug vor. Alle Zuschauer sitzen auf ihren Stühlen, das Handy in der Hand, kein klatschen, keine Allaaf Rufe, keine Begeisterung die vom Zug auf die Zuschauer überspringt.

Gegenüber den Kanadiern war ich gerade zu temperamentvoll. Silvia viel mit ihrer Begeisterung und Tanzerei völlig aus dem Rahmen.

Die Organisatoren des Umzuges haben an alles gedacht und die Gruppen und, oder Wagen in sinnvoller Reihenfolge zusammen gestellt.

Gleich nach den Pferden kam die Kehrmaschine und hat alle " Äpfel " sofort beseitigt. 

 

Nach 90 Minuten war alles vorbei. Der letzte Wagen passiert die Menschenmenge und innerhalb von 10 Minuten herrscht wieder normaler Stadtbetrieb. Keine Feiern in Kneipen oder geselliges Beisammensein. Stühle einklappen, Kinder einsammeln und ab ins Auto.

Wir genehmigen uns noch ein Frühstück bestehend aus Pancakes und fahren mit dem Bus wieder zum Festplatz.

Im Auto ist es unangenehm warm.

 

 

 

Zur Eröffnung der Stampede und wegen der 150 Jahrfeier beginnt die Veranstaltung mit einer Darbietung der Skyhawks.

 

Celebrating Canada 150....STRONG AND FREE..... die Show kann beginnen.

 

 

Nachdem die Fallschirmspringer mit Sack und Pack den Platz verlassen haben geht es los.

Angeführt von Miss Rodeo 2017 galoppieren Cowgirls in die Arena. Die Darbietung ist phänomenal. Die Pferde strotzen vor Kraft, Staub wird aufgewirbelt wenn Ross und Reiter in vollem Galopp durch das Rund reiten. 

Der Wettbewerb fängt mit dem " Bareback Riding an. Sobald das Gatter offen ist stürmen die Pferde mit schmerzverzerrtem Blick in die Arena. Im Nachhinein ein zweifelhaftes " Vergnügen ". Ein stramm gezogener Gurt  in der Leistengegend wird erst nachdem der Reiter vom Pferd gefallen entfernt. 

 

 

 

Ein Stier muß so schnell wie möglich auf den Rücken gelegt werden.

Oft war zu unserer Freude der Stier der Sieger.

 

 

Der Stier wird von zwei Cowboys verfolgt. Einer wirft das Lasso über den Kopf, der andere muß mit dem Lasso die Beine einfangen.

 

 

Hier ging es darum, das Kalb so schnell wie möglich mit dem Lasso einzufangen, dann zu Boden zu werfen und die Beine zu fesseln.

 

Als Showeinlage dürfen die Cowgirls ihr Können demonstrieren.

Sie müssen so schnell es geht um drei Hindernisse reiten. 

 

Höhepunkt der Veranstaltung, und mit Spannung erwartet, ist das Bullenreiten. Ein Raunen geht durch die Menge. Zu meiner Überraschung tragen die Cowboys Helme mit Gesichtsschutz und eine Schutzweste.

Der Bulle springt aus dem Verschlag und in der Regel liegt der Reiter nach wenigen Sekunden auf dem staubigen Boden. 

Die Show ist vorbei, wir erheben uns von den Sitzen, so wie der Reiter aus dem Sattel.

Eine wunderschöne Veranstaltung geht zu Ende.

 

Auf mich wartet viel Arbeit, Bilder löschen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Herbert (Sonntag, 30 Juli 2017 22:31)

    Hallo ihr Beiden , toll beschrieben , man hat das Gefühl dabei gewesen zu sein .
    @Silvia fiel mit ihrer Begeisterung und Tanzerei völlig aus dem Rahmen.
    Das kann ich mir Bildlich vorstellen.....
    Noch viel Spass ihr zwei .
    Herbert