Pleiten, Pech und Pannen

Bootstour im Prince William Sound

In Seward haben wir eine Bootstour gebucht.

Doch leider hielt das Wetter nicht was es versprochen hatte.

Dick eingemummelt und in Erwartung toller Eindrücke gingen wir hoffnungsvoll auf`s Boot. Es dauerte aber nicht lange und wir mußten unsere Regenbekleidung anziehen. Wir blieben die ganze Zeit standhaft und harrten auf Deck aus. Nebelschwaden und Regenwolken zogen an uns vorbei. 2 Wale ebenso aber ohne aus dem Wasser zu springen. Kein Wunder, es war wohl für sie zu nass und ungemütlich außerhalb des Wassers..

 

 

Die Seelöwen suchten Schutz unter einem Felsen und die Möwen verschwanden in eine Höhle. Einzig die Bergschafe waren wie wir dem Wetter schutzlos ausgeliefert. Wir konnten wenigstens zum Aufwärmen in  den Aufenthaltsraum gehen und uns am Buffet stärken und heißen Kaffee trinken.

Angeltour

In der Hoffnung warm genug eingepackt zu sein warte ich auf die Abfahrt. Mein Outfit war natürlich nicht ausreichend und ich wurde in eine wasserdichte Rüstung gesteckt. Mein Guide  fuhr zusammen mit der Lebensgefährtin und mir 30 Minuten auf einem Bergkamm bevor es hinunter zum Fluß ging. Das Schlauchboot ins Wasser lassen, Mückenspray auftragen, Weste überziehen. Danach war ich in meinen Bewegungen so eingeschränkt, das ich Probleme hatte einigermaßen geschmeidig ins Boot zu kommen. Auf zur Rafting Tour. Durch Stromschnellen ging es flußabwärts. Dann der 1. Stop. Ich stand bis zu den Waden mit meiner Angel im Wasser. Schnur ins Wasser und wieder raus, ununterbrochen die selben Bewegungen. Fische waren zu sehen aber es biß keiner an. Weiter den Fluß hinunter und neuen Versuch starten. Meine Füße waren mittlerweile kalt und mein linker Arm ermüdet. Der Guide ging spazieren, gab mir das Bärenspray und meinte es wären jetzt keine Grizzlies und Schwarzbären in der Nähe. Ich schaute daraufhin mehr nach hinten als auf das Wasser. Auch beim dritten Stop biß kein Fisch an, nur die Mücken. 

Zurück im Camp wurden wir von Silvia erwartet. Sie hatte zwar keine Pfanne in der Hand um meinen Fang zu braten, sondern nur die Kamera. Enttäuscht war sie trotzdem. Ich auch ein wenig, denn ich weiß immer noch nicht, ob ich einen Fisch töten und fachgerecht säubern und filetieren könnte. Also werde ich mir noch keine Angelrute kaufen. 

Goldsuche in Alaska

Nicht alles was was glänzt ist Gold. Im eiskalten Wasser des Gebirgsbaches durfte ich außerhalb des Parks nach Gold suchen. Ich war schlecht vorbereitet. Aber Not macht ja bekanntlich erfinderisch. Ich holte mir das biegsame Kehrblech, unsere kleine Schüppe und los ging es.

Die erste Hürde: wie komme ich ans Wasser ohne hinein zu fallen? Antwort, runter auf den Boden, Ärmel der Jacke hochkrempeln und dann mit der Schippe in den Kies herumstochern zu können. Meine Hände nahmen schnell die Wassertemperatur an. Immer wieder Wasser in das Kehrblech laufen lassen in der Hoffnung ich finde etwas Glänzendes. Vereinzelt waren winzige Flackes zu sehen, die Frage lautete nur, wie bekomme ich sie heraus gefischt? 

Ich schmiß alles wieder ins Wasser und schaufelte Kies, Sand und Erde in eine Plastiktüte. Am Camp wollte ich dann in Ruhe und mit warmen Wasser weiter suchen.

 

 

 

Mein Equipment habe ich um einen Wasserkocher mit warmen Wasser, einer Pinzette und einem Gefäß um meinen Fund zu sichern erweitert. Die Flackes waren zu klein um mit der Pinzette greifen zu können. Die Fingerkuppe mußte herhalten. Was dann anschließend in dem Gefäß herum schwamm war mit Sicherheit nicht nur Gold. Die Menge nicht ausreichend um den Urlaub zu verlängern. Leider muß Silvia, so wie es aussieht nach diesem Jahr wieder Arbeiten müssen.

Das Ergebnis " mühseliger Arbeit". 

Für 2 Gläser Bier reicht es nicht. Aber es hat viel Spaß gemacht und ich habe eine kleine Erinnerung an diesen Urlaub. (falls ich nicht alles wegwerfe)

Es kann aber auch sein, das ich nur an der falschen Stelle gesucht habe und ich es woanders noch einmal versuche. Wenn Silvia mich läßt.

 

 

Auch mit Pleiten, Pech und Pannen ist das Leben schön.

Einfach nur den Moment genießen und an nichts denken. Augen schließen Hände falten, Beine überkreuzen und Chillen, Chillen, Chillen wie der Otter.

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Die "Asbergerinnen" (Freitag, 16 Juni 2017 19:58)

    Wauh....Eure Erlebnisse und Geschichten werden immer besser. Zusammen mit den Fotos könnt Ihr uns sooooo schön mitnehmen. Regelmäßig kriegen wir Gänsehautfeeling,.. und das nicht von Eurem kaltem Wetter oder Wasser. Ihr habt ja immer das richtige Outfit. Und Marita, die besten Angler sind doch die, die dann den armen "Gefangenen" wieder ins Wasser werfen. Vielleicht darfst Du doch noch mal unter die Goldsucher gehen, dann könnt Ihr Euch auch mal Fisch kaufen. Zum "Goldsieben" könnte Silvia doch ein feines Teesieb opfern !?! Ganz liebe Grüße aus Moers und paßt auf Euch auf !!!!

  • #2

    Kathleen (Freitag, 16 Juni 2017 20:56)

    Hallöchen ihr Lieben,also was ihr in der Zeit erlebt ist der Hammer!!!Emily hat mich gerade gefragt wann das im Fernsehen kommt...sie hat gedacht ihr dreht ein Abenteuerfilm;-)Ein dickes Dankeschön für die Karte!!!Emily wird sich selbst noch melden...passt weiter gut auf euch auf!!!Was kocht ihr eigentlich gutes ????;-)...Fisch gab es dann ja nicht LG und weiter so eure Kathi